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Slapping & Co.
Slapping, Bullying, Snuffing - liebenswert klingende Worte,
die von unbedarften Eltern oft, sofern sie sie überhaupt schon mal
gehört haben, als harmlos eingestuft werden.
Die Realität sieht leider ganz anders aus, denn die oben genannten
Begriffe beschreiben das immer weiter um sich greifende Phänomen,
dass Jugendliche selbst gefilmte Gewalt- und Pornographieszenen
untereinander austauschen und auf dem Schulhof verbreiten. Jugendliche
Opfer werden von Gleichaltrigen tyrannisiert, sexuell belästigt, verprügelt
und dabei gefilmt. Es kann sich hierbei um nachgestellte oft aber auch um
tatsächlich passierte Szenen handeln.
Eltern glauben, ihre Kinder zu schützen, indem sie die Services der Mobilfunkanbieter sperren lassen. So einfach ist es jedoch nicht, denn diese Videoclips werden gar nicht mit dem Handy heruntergeladen, sondern von PC zu Handy bzw. von Handy zu Handy übertragen.
Die Situation ist alarmierend wie eine neue von der Medienanstalt Hamburg, Schleswig Holstein (MA HSH) beauftragte Studie belegt. Demnach besitzen 93,5 Prozent der befragten Kinder ein Handy, davon 76,8 Prozent ein Gerät mit integrierter Kamera, 58,7 Prozent ein
Gerät mit Bluetooth-Schnittstelle. Der Austausch bzw. das Abspielen ungeeigneter Inhalte ist also problemlos möglich. So haben z.B. 93,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen schon mal von Videos mit Gewaltinhalten gehört, 42,5 Prozent solche sogar schon gesehen. Jedoch 82,8 Prozent der Eltern fragen nicht nach den Inhalten, die auf den Handys ihrer Kinder gespeichert sind!
Die Studie rät dringend dazu, neben der Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen auch die
Handykompetenz der Eltern zu stärken.
Alle Ergebnisse finden Sie in: "Slapping, Bullying, Snuffing! Zur Problematik von gewalthaltigen und pornographischen Videoclips auf Mobiltelefonen von Jugendlichen".
Die Studie ist im VISTAS-Verlag erschienen. Weitere Infos finden Sie hier:
MA HSH
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